Der beste Schutz vor Langfingern ist es wohl, bei potentiellen „Interessenten“ erst gar kein Interesse am wertvollen Inhalt der Fototasche zu wecken. Eine Messenger-Bag oder Aktentasche ist weit unauffälliger. Mit den passenden Einsätzen bestückt, schützen sie die wertvolle Ausrüstung auch vor mechanischen Belastungen.

Klar, wenn ich die große Ausrüstung für einen Kundenauftrag zusammenpacke, wandern die Kamerabodys, Objektive und das notwendige Zubehör in die diversen Taschen, Koffer und Rucksäcke, die dafür optimiert wurden. Je nachdem, was halt grade benötigt wird und wie die Voraussetzungen vor Ort sind.

einsatz_01

Perfektes Understatement: Eine preiswerte Tasche aus Leinen-Canvas mit Leder-Applikationen. Unauffälliger kann man die Fotoausrüstung kaum verstauen.

Wenn ich dagegen die Leica M oder die Systemkamera mit zur Städtetour nehme, ist mir eine unauffällige, kleine Tasche meist lieber. Wichtig ist, dass man vom Behältnis nicht gleich auf den Inhalt schließen kann. Damit kann man viel unbemerkter fotografieren. Und macht keine ungebetenen “Interessenten” auf sich aufmerksam.

einsatz_02

Mit einer “Anybag” von Monochrom wird die Messenger-Bag zur Fototasche. Die Ausrüstung ist darin gut geschützt untergebracht.

Prima geeignet sind die sogenannten „Messenger-Bags“. Meist aus Canvas-Leinen, manchmal aus Leder. Oder Aktentaschen. Die haben den zusätzlichen Vorteil, dass man sie, ohne Inneneinsatz, auch ihrer Bestimmung gemäß verwenden kann. Nützlich sind bei denen die, mehr oder weniger zahlreichen, Applikationen und Fächer. Um Stifte, Fahrkarten, das Smartphone oder ein Tablet mit einzupacken.

einsatz_03

Werktags eine normale Aktentasche …

 

einsatz_04

… und mit dem “Anybag”-Einsatz mit wenigen Handgriffen eine unauffällige Fototasche!

Die, meist etwas höhere, Form der Taschen – sie sind fast immer dafür ausgelegt, einen DIN-A-4-Ordner aufzunehmen – hat Vor- und Nachteile. Als angenehm empfinde ich, dass auch ein etwas größeres Tele meist noch gut reinpasst. Und, vor allem, dass die schlanken Aktentaschen körpernah getragen werden. Das kommt der Gewichtsverteilung zu Gute. Nicht ganz so ideal ist dagegen, dass der Inhalt übereinander in der Tasche steckt. Die zum Schutz, als Zwischeneinlage, verwendeten Polster tun das übrige: An die Sachen, die man unten eingepackt hat, kommt man nicht so schnell ran. Auch ist es, je nachdem, aus welchem Material die Tasche ist, um die Wetterfestigkeit nicht immer optimal bestellt: Eine Leinentasche ist selten wasserdicht… Hier ist es zumindest nicht verkehrt, wenn man eine große Plastiktüte dabei hat, in der im Falle eines Wolkenbruchs die ganze Tasche Platz findet.

Tascheneinsätze bei Monochrom

Robert Hill