Viele Bilder gewinnen deutlich an Aussagekraft, wenn sie auf Farbe verzichten. Die graphische Wirkung eines Schwarzweißfotos kann aus so manchem, eigentlich recht langweiligen, Motiv noch viel herausholen. Dass Filter bei der Umsetzung der Farbtöne in Grauwerte zur gezielten Steuerung unverzichtbar sind, setze ich als Allgemeinwissen voraus. Mit einer, vielen Fotografen unbekannten, Funktion von Photoshop kann man hier sehr fein und differenziert arbeiten.

Zum Umwandeln von Farb- in SW-Fotos verwenden die meisten „Bild -> Modus -> Graustufen“ und verschenken dabei wertvolles Potenzial. Denn unter „Bild -> Korrekturen – Schwarzweiß“ (Alt + Umschalt + Strg + B) versteckt sich ein ungemein vielseitiges Werkzeug, das eine ganze Sammlung von Farbfiltern digital ersetzt. Oder besser: Weit mehr als das.

Nett, aber etwas langweilig. In Farbe fehlt irgendwie das gewisse Extra. Ein Foto, wie gemacht um im Archiv zu verschwinden.

Auch nicht besser. Die einfache Umwandlung in Grauwerte bringt nicht allzu viel.

Aber unter “Bild -> Korrekturen -> Schwarzweiß…” (Alt + Umschalt + Strg + B) versteckt sich ein ungemein vielseitiges und präzises Werkzeug:

Unter “Vorgabe” kann man vordefinierte Filter wählen oder unter “Benutzerdefiniert” selbst anlegen.

Schon besser: Der von Adobe vordefinierte “Rotfilter mit hohem Kontrast”

Es lohnt sich durchaus, mit den Reglern etwas zu spielen. Setzt man die Rot- und Gelbwerte hoch, werden die Brauntöne der unbelaubten Bäume und die Wiese viel heller, Nadelbäume bleiben dunkel.

Der Himmel wird dunkler, wenn wir den “Blau-Regler” ganz nach links ziehen.

So sieht’s doch jetzt ganz gut aus, oder?

Zum Vergleich noch mal das Ausgangsfoto.

 

 

 

 

Robert Hill