Drahtauslöser. Wer braucht denn noch sowas? Wo sich doch (fast) jede Kamera via App nicht nur fernsteuern, sondern sogar ferngesteuert auslösen lässt? Nun, nicht nur Hardcore-Nostalgiker, die ihre alten Schätzchen noch pflegen, können sich für den haptischen – und akustischen – Hochgenuss begeistern, den nur ein richtig guter Drahtauslöser beim „Klick“ die Belichtung spürbar macht. In letzter Zeit kamen sogar immer wieder neue Digitalkameras auf den Markt, die das legendäre Gewinde im Auslöser haben.

Umso erfreuter war ich, als ich den “Monochrom Drahtauslöser” entdeckte: Exakt dieser, schon in den 80iger Jahren sündhaft teure, Drahtauslöser begleitet mich nun seit fast 40 Jahren. Hat einige Kameras locker überlebt und ist heute noch so leichtgängig und nahezu reibungsfrei wie am ersten Tag. Was den Preis mehr als relativiert. Denn einmal gekauft, verrichtet er noch Jahrzehnte mit Freude seinen Dienst, wenn man den Preis längst vergessen hat.

Das große Auslöseteil liegt satt und schwer in der Hand, die Kugelbremse lässt sich über eine Feststellplatte betätigen und hält den Verschluss auch bei langen Verschlusszeiten sicher geöffnet.

Zu haben ist der „Rolls Royce“ unter den Drahtauslösern in drei Längen: handliche 25 cm, praktische 50 cm und extra lange 100 cm.

Monochrom Drahtauslöser

Robert Hill