Wer bei jedem Foto in allen vier Ecken als erstes Schärfe und Auflösung bei maximaler Vergrößerung kontrolliert und bei chromatischen Aberrationen hektisch nach dem Regler in Lightroom sucht, kann sich Versuche mit den kleinen Lomo-Linsen sparen. Wer dagegen die einmalig-geniale Anmutung der Lomo-Fotos ganz unkompliziert mit seiner MFT-Kamera erleben will, wird begeistert sein. Zugegeben: Es sind schon recht spezielle Objektive. Ob man sie mag, muss man selbst herausfinden. Was angesichts des günstigen Preises schon mal kein großes Risiko ist. Bleibt mal locker Freunde und habt ein wenig Spaß!
Heute stelle ich Euch das Fisheye des Sets vor.

Drei MFT-Objektive für nicht mal 60 Taler. Wo ist der Haken? Gut, haptisch sind sie keine Offenbarung. Die Fassung aus Kunststoff. Das Bajonett übrigens auch. Dass man bei der Vergütung der Linsen gespart hat, gehört zum Konzept. Zwei Blenden stehen zur Verfügung. Reicht aus.

Mitgedacht haben die Lomo-Jungs bei den rückseitigen Objektivdeckeln. Denn da stehen der Objektivtyp und die Brennweite drauf. Ungemein praktisch, wenn man so diszipliniert ist, und die passende Kombination immer einhält. Da sich alle drei Objektive in der Bauweise recht ähnlich sind, schafft das Ordnung in der Fototasche. Die drei Lomos bringen zusammen (mit Deckeln!) nicht mal 140 Gramm auf die Briefwaage. Man kann man sie wirklich immer mitnehmen, für den kleinen Spaß zwischendurch.

Und: Jede der Lomo-Linsen hat einen eigenen Verschluss. Damit kann man Mehrfachbelichtungen machen und das Ergebnis sofort auf dem Kamera-Display bewundern. Ob man das zu Zeiten von Photoshop und Ebenenkompositionen noch braucht? Egal. Dem Spieltrieb nachgeben macht Spaß. Für den Satz Farbfilter, der mitgeliefert wird, gilt das gleiche.

Für Portraits gibt’ andere Objektive

Fokussiert wird natürlich manuell. Beim Fisheye und beim 12er ist die Scharfstellung sowieso eher akademisch. Ab fünf Zentimeter hinter der Frontlinse (Fisheye) ist eh alles scharf. Sofern man das einem Lomo-Foto unterstellen will …

Fünf Zentimeter hinter der Frontlinse ist alles “scharf”.

Das Fisheye hat einen Bildwinkel von 160° und bildet kreisrund ab, wenn man die Kamera auf das Seitenverhältnis 4:3 einstellt. Falls man auf den vollständigen Kreis wert legt, muss man allerdings beim Ausrichten der Kamera ein wenig aufpassen. Sonst fehlt oben oder unten ein Stück. Was aber eigentlich eher zum lockeren Charme der Lomographie beiträgt.

Das Fisheye ist auch bei direktem Gegenlicht überraschend unempfindlich für Lensflares.

Habe ich Euch ein wenig neugierig gemacht, was das 12er und das 24iger Lomo können? Schaut regelmäßig hier rein, die zeige ich Euch in den nächsten Tagen!

Lomography Micro 4/3 Objektiv-Set

Robert Hill