Kameragurte. Während der eine den verwendet, der bei der Kamera mitgeliefert wurde, macht der andere eine Wissenschaft draus. So ganz unrecht haben beide nicht. Denn der mitgelieferte erfüllt seinen Zweck und kostet nix extra. Andererseits: Wer läuft schon gerne als wandelnde Litfaß-Säule herum und präsentiert das Hersteller-Logo? Außerdem, so richtig gut sind die meist dünnen, dafür aber recht starren Gurte, fast nie. Weshalb Canon, Nikon, Olympus & Co. brauchbaren Ersatz – allerdings dann meist wieder mit Firmenaufdruck – als Zubehör anbieten. Gut, dass es von unabhängigen Anbietern praxisgerechte Alternativen gibt!

gurte_02

Je nachdem, welche Kamera mit dem Riemen bestückt werden soll, muss man auf den Anschuss achten. Bei der Leica-M sollte der Riemen einen Federring haben, der in die beiden Ösen eingedreht wird. Hier ist es sinnvoll, wenn ein Stück Leder das Gehäuse vor Kratzern durch Scheuern des Rings schützt.

gurte_03

Bei den meisten modernen Kameras hängt schon eine Triangel in den Ösen. Hier wird der Riemen durchgezogen und mit einem Kunststoff-Schieber fixiert. Achten muss man dann auf die Breite. Je größer und schwerer die Kamera ist, um so breiter ist meist der Riemen. Wogegen kleine System- oder Kompaktkameras mit schmäleren völlig ausreichend bestückt sind.

gurte_01a

Interessant sind auch Material und Ausführung. Der Fotograf hat die Wahl zwischen robusten Lederriemen, edler Seide oder ganz pragmatisch: Leder und Nylongewebe. Wen der Aufnäher mit dem Hersteller-Schriftzug stört, der kann ihn mit einer Rasierklinge oder einem spitzen Skalpell entfernen, indem er vorsichtig die Nähte auftrennt.

gurte_04a

Sieht komplizierter aus, als es ist und ist ungemein praktisch: Der Artisan & Artist ACAM E25N mit “Easy-Slider”:

gurte_06

Wenn man den Riemen so einfädelt, wie auf der Abbildung unten zu sehen ist, steht das offene Ende nicht ab, es franst nicht aus.

gurte_05

Robert Hill