Mit dem Untergang des gelben Imperiums und dem fast gleichzeitigen Aufstieg der digitalen Bildaufzeichnung sind sie fast in Vergessenheit geraten: Farbkarte und Graukeil. Klar, die meisten Repros wurden vom Scan abgelöst. Und einen Film testet heute auch noch kaum jemand ein. Dennoch hat das Pärchen auch heute noch seine Berechtigung!

Es schadet beispielsweise nichts, wenn man sie beim Scan neben die Vorlage legt. Aber auch in der digitalen bildmäßigen Foto- und Videografie sind Farbkarte und Graukeil von Vorteil. Bei über einen längeren Zeitraum gleichbleibenden Lichtverhältnissen fotografiert man sie bei der ersten Aufnahme der Session. Und kann dann bei der raw-Entwicklung den kompletten Weißabgleich darauf abstimmen und im Stapel korrigieren lassen.

Ein weiterer, sehr sinnvoller Einsatzbereich sind Fotos, die für Dokumentationszwecken gemacht werden. Ich fotografiere hin und wieder Exponate eines Museums für‘s Archiv. Farbkarte und Graukeil sind immer mit im Bild und liefern damit stets zuverlässige Referenzwerte. Vielleicht denkt Ihr ja dran, wenn Ihr mal Eure Wertsachen für die Versicherung fotografiert…

Farbkarte Q13 Graukeil wie Kodak 13er-Karte

Robert Hill