Kamerariemen aus echter Seide und italienischem Leder. In Handarbeit gefertigt. Teurer Luxus? Oder doch recht nützlich? Auf jeden Fall: Perfektes Understatement. Wir haben uns die wohl edelste Möglichkeit, eine Kamera um den Hals zu hängen, einmal genauer angeschaut.

Kamerariemen. Bei fast jedem Fotoapparat liegt einer im Karton. Warum dann überhaupt noch mal Geld ausgeben? Gut, Sparfüchse können gleich weiter klicken. Denn rational betrachtet, kann man sich seine Knipse auch mit dem Strick um den Hals hängen, der ohnehin mitgeliefert wird.

Die Seiden-Gurte von Artisan & Artist gibt’s mit Ringen für die Leica-Ösen und mit Schlaufen für moderne Kamerasysteme

Andererseits: Meist sind sie starr und steif, (fast) immer mit dem Herstellerlogo, mehr oder weniger groß, bedruckt. Wenn man schon ein paar Scheine für’s Equipment bezahlt hat, will man nicht auch noch Reklame laufen. Dazu kommt: Wenn man eben diese Flocken schon mal locker gemacht hat, kommt’s auf die paar Euro für einen vernünftigen Kameragurt auch nicht mehr an. Das Angebot ist groß. Und das hat seinen Grund: Wenn die mitgelieferten Kameragurte wirklich den Geschmack von uns Fotografen treffen würden, ja, dann: Dann würden die Hersteller des Zubehörs keine verkaufen und die Produktion schnell einstellen.

Der Übergang vom geflochtenen Seidenriemen zu den Schlaufen ist aus feinstem, italienischen, Leder

Die wahrscheinlich edelste Möglichkeit, seine Kamera vor sich her baumeln zu lassen, sind die Gurte aus reiner Seide von „Artisan & Artist“. Wer unbedingt einen rationalen Grund braucht, so viel Geld in einen Gurt zu investieren: Die Dinger sehen nicht nur verdammt gut aus, sie machen das Leben auch leichter. Das ist wörtlich zu nehmen. Nicht nur, dass sie nicht viel auf die Briefwaage bringen. Sondern vor allem: Sie sind sehr elastisch und federn das Gewicht von Kamera und Objektiv wunderbar ab.

Für klassische Kameras, wie diese Nikon F, gibt’s kaum einen Riemen, der stilvoller ist. Allerdings passt zu den breiteren Ösen der 307N etwas besser. Und den habe ich grade dafür bestellt …

Es gibt sie in verschiedenen Farben, Stärken und wahlweise mit Ringen für die Leica-Ösen oder mit normalen Schlaufen. Diese wiederum in 6 mm oder 10 mm Breite. Wir haben hier die vier derzeit erhältlichen Varianten aufgeführt, damit die Auswahl leicht fällt. Denn für eine Leica M, Olympus Pen-F oder einen ähnlichen Handschmeichler gibt’s für mich keinen Gurt, der das Understatement mit noch mehr Stil unterstreicht.

Ring und Lederschutz: Perfekt für die Leica M

Artisan & Artist ACAM-301N
• Für alle Kameras mit Leica-Gurtanschluss (Ringe)
• Länge: 940 (± 5) mm
• Dicke: 8 mm
• Farben: Schwarz, Silber, Rot und Khaki

Artisan & Artist ACAM 305N
• Für alle modernen Kameraanschlüsse
• Länge: 830 mm bis 1.170 mm verstellbar
• Dicke: 8 mm
• Schlaufen: 6 mm
• Farben: Rot und Schwarz

Artisan & Artist ACAM-306N
• Für alle Kameras mit Leica-Gurtanschluss (Ringe)
• Länge: 1.200 (± 5)
• Dicke: 8 mm
• Farben: Rot und Schwarz

Artisan & Artist ACAM-307N
• Für alle modernen Kameraanschlüsse
• Länge: 830 mm bis 1.170 mm verstellbar
• Dicke: 8 mm
• Schlaufen: 10 mm
• Farben: Rot und Schwarz

Der “rote Punkt” als Gurt: Ein Statement mit Understatement

Robert Hill